Auf den ersten Blick ein Segen, auf den zweiten oft ein Fluch. Per Definitionem entsprechen Hochbegabte nicht der Norm, daher passen sie oftmals nicht in ihr soziales Umfeld und stoßen daher auf Hindernisse, die ihnen das Leben erschweren. Etwa die Hälfte aller Hochbegabten, so lauten Schätzungen von Experten, scheitern an ihrer Umwelt, weil sie anders sind als andere.
Dabei zeigen sich insbesondere Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion. Typische "Symptome" Hochbegabter sind Ungeduld, schnelles Gelangweilt sein, überhöhte Selbstansprüche einerseits und Selbstzweifel andererseits. Hinzu kommt, dass Hochbegabte emotional hypersensibel sind - dies stellt eine erhöhte Schwierigkeit im Umgang mit dem "normalen" Niveau dar.
In der Therapie werden gerade diese Anpassungsschwierigkeiten mit besonderem Augenmerk behandelt. Hochbegabte Menschen weisen Besonderheiten in ihrer Lern- und Entwicklungsgeschichte auf, die zu problematischen Erlebens- oder Verhaltensweisen führen können. So geraten sie häufig durch ihre ungewöhnlichen Ansichten und ihr hohes Denktempo mit anderen in Konflikt oder haben sich angewöhnt, sich zurückzunehmen. Häufig haben diese Erfahrungen zu Ablehnung geführt, worauf der Betroffene mit sozialem Rückzug reagiert. Verunsicherung, Unzufriedenheit, Isolation und andere negative Gefühle können sich zu einer Spirale der Depression oder einer Angststörung entwickeln. Beschleunigt wird dieser Prozess, wenn auch noch eine erhöhte Sensibilität vorherrscht.
Psychotherapie bietet Hilfe beim Erkennen der eigenen Persönlichkeit, damit neue Erlebens- und Verhaltensweisen sichtbar werden und Förderung erfahren. Diese Schritte werden sorgsam in der Therapie gemeinsam geplant und sukzessive umgesetzt.
In unserer Münchner Praxis können Sie entweder als Betroffene oder als Angehörige Hilfe finden.