Burnout - Fühlen Sie sich ausgebrannt?

Life-work-balance ist ein moderner Begriff, der den Anspruch impliziert, ein gesundes Verhältnis zwischen der Arbeitszeit und der Freizeit zu finden. Natürlich wäre es schön, man könnte sich nach seinen eigenen Bedürfnissen orientieren und vielleicht morgens statt ins Büro in ein nettes Café gehen und in aller Vollständigkeit die Tageszeitung lesen. Danach würde man, in seiner eigenen Geschwindigkeit, in die Arbeit gehen.

Eine solche Lebensweise könnte ein guter Schutz gegen das weit verbreitete Phänomen des Burnouts sein. Leider ist es nur wenigen vergönnt, sich diesen Luxus zu erlauben.

Einer Studie des Robert-Koch-Institut (für AOK und Rentenversicherung) zufolge haben die Arbeits-Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen von 1998 bis 2009 um 76% zugenommen!

Wer bekommt ein Burnout?

Viele Symptome des Burnout-Syndroms ähneln denen der Depression. Das Burnout-Syndrom unterscheidet sich von der Depression naheliegenderweise zum einen durch die auslösenden Umstände: Betroffene fühlen sich ausgebrannt, nachdem sie für bestimmte Aufgaben in besonderem Maße "gebrannt" haben, sich also u. U. zu sehr verausgabt haben. Zum anderen finden sich bei Burnout-Patienten gehäuft Menschen mit bestimmten Persönlichkeitseigenschaften: Sie sind in der Regel besonders fleissige, hilfsbereite, kontaktfreudige Menschen, die eher selbst dann ihren Pflichten nachgehen, wenn andere schon längst abgegeben haben.

So erkenne ich ein Burnout-Syndrom

Betroffene des Burnout-Syndroms erleben häufig eine stufenweise Steigerung der Symptomatik:

Stufe 1 des Burnout: Erste Anzeichen der Erschöpfung können innere Unruhe, gesteigerte Arbeitsaktivität oder verminderte Leistungsfähigkeit sein. Typisch sind auch erhöhte Reiz- und Kränkbarkeit. Auch sogenannte psychosomatische Symptome wie Schlafstörungen, Schmerzen, Bluthochdruck oder Tinnitus können auftreten.

Stufe 2 des Burnout: Die Erschöpfung schreitet voran: Das Verhalten ändert sich, ein Tunnelblick lässt nur noch einen Fokus erkennen. Das sogenannte Nebensächliche (oder auch das Salz in der Suppe) wird ausgeblendet. 

Typische Symptome sind hier aggressive Ausbrüche, blinder Aktionismus, sozialer Rückzug von Freunden und Familie, das Gefühl, der Situation ausgeliefert zu sein und Konzentrations- und Gedächtnisprobleme. 

Stufe 3 des Burnout: Körper und Geist steuern auf die völlige Erschöpfung zu. Leistung und Lebensmut schwinden. Betroffene erleben sich apathisch, depressiv und teilweise suizidal.

So läßt sich Burnout behandeln - Die Therapie

In unserer Praxis in München behandeln wir Patienten mit Burnout oder Ermüdungserscheinungen.


Je nach dem, wie sehr der/die Betroffene bereits erschöpft ist, setzt die Therapie beim Burnout-Betroffenen individuell an.

In einem früheren Stadium ist die Sicht des Patienten noch "frei", um in der Therapie gemeinsam den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu planen und umzusetzen. Prävention ist hier ein wichtiges Ziel. Das Gefühl des Ausgebrannt seins mag hier noch nicht vorhanden sein. Aber eine Ahnung kann ein wichtiger Kompass sein, um in einer Therapie rechtzeitig die Ruder um zu legen. 
Betroffene mit einer tieferen Erschöpfung berichten häufig, sich nur noch als Erfüllungsgehilfen ihrer Pflichten zu fühlen. Bei ihnen ist individuell zu klären, in wie weit der/die Betroffene ist noch zu aktiver Selbstbestimmung und zu realistischer Selbstreflexion fähig ist. 

Um einem akut drohenden Zusammenbruch entgegen zu wirken ist die sofortige Aufnahme einer Therapie unabwendbar. Es muss abgeklärt werden, ob eine ambulante Therapie ausreicht, oder ob eine stationäre Burnout-Behandlung ins Auge gefasst werden sollte. 

Zögern Sie nicht, uns wegen der Terminvergabe eines unverbindlichen Erstgesprächs zu kontaktieren.

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